Linux-Distributionen sind ja allgemein dafür bekannt, dass sie jahrelang ohne Neuinstallation stabil laufen, was auch einer der Hauptgründe ist, warum sie für Server sehr gerne genommen werden. Zumindest theoretisch muss man ein Linux-Betriebssystem nie neu installieren, da fast alle Distributionen sich mittels Paketverwaltung auf neue Versionen aktualisieren lassen.
In der Praxis klappt das aber nicht immer. Mal schlägt ein Update einfach fehl und mal erhält man danach ein System, dass nicht mehr startet. Der Profi weiß sich da noch von Hand mittels Rettungssystem zu helfen, aber der weniger Erfahrene Benutzer wählt da eher den Weg der Neuinstallation. Geht meist schneller und es gibt fast nichts an dem man Scheitern könnte.
Aber es gibt auch andere Gründe für eine Neuinstallation. So gibt es Unity bisher leider nur für Ubuntu und auch die Hersteller proprietärer Software unterstützen am ehesten noch Ubuntu. Wer stattdessen lieber auf die GNOME Shell setzt, ist mit Fedora derzeit am besten beraten (von nicht ganz so nutzerfreundlichen Alternativen wie Arch Linux mal abgesehen).
Ich selbst installiere in letzter Zeit mein System ca. alle 2 Monate neu, meist aber eher wegen Kleinigkeiten. Aber es ist ja auch nicht nur Arbeit, eine neue Version einer Distribution zu installieren, kann durchaus auch Spaß machen.
Das Installationsdatum des eigenen Systems kann man übrigens mit folgendem Befehl herausfinden [via]:
ls --sort=t / -l | tail -n1 | awk '{print $8 " " $7 " " $9}'
Wenn das nicht funktioniert, kann man es mit folgendem probieren (danke an Setsuna):
ls --sort=t / -l | tail -n1 | awk '{print $7 " " $6}'
Wie oft installierst du dein Linux-System durchschnittlich neu?
- Alle 6-12 Monate (25%, 114 Votes)
- Alle 1-2 Jahre (24%, 107 Votes)
- Alle 2-3 Jahre (16%, 73 Votes)
- Alle 3-6 Monate (12%, 55 Votes)
- Alle 3-5 Jahre (11%, 48 Votes)
- Seltener als alle 5 Jahre (6%, 26 Votes)
- Alle 1-3 Monate (5%, 23 Votes)
- Öfter als 1x im Monat (1%, 5 Votes)
Total Voters: 451
Der Grund für diese Neuinstallationen darf gerne in den Kommentaren hinterlassen werden.




Nicht einfach zu beantworten, diese Frage. Zwar teste ich immer wieder verschiedene Linux-Systeme – mein Produktivsystem läuft derzeit aber noch mit Ubuntu 10.10. Da ja schon bald die nächste LTS-Version erscheint plane ich dann auf 12.04 umzusteigen und wieder für eine Weile Ruhe zu haben.
Gruß, Valentin
Eigentlich immer zur neuen LTS, also alle 2 Jahre. Das letzte Mal aber vom Umstieg auf Natty, weil das Update von Maverick auf Natty nicht geklappt hat.
Ich finde, wenn man Gnome Shell nutzen will, ist man auch mit openSUSE sehr gut beraten. Das ist sehr nutzerfreundlich.
Circa einmal pro Woche die jeweilige Entwicklungsversion. Hauptsystem ist LTS und wird demnach nur alle zwei bis drei Jahre neu installiert.
Bist du dir mit dem Befehl für das Installationsdatum sicher?
Bei mir kommt 20:45 und ich habe das System ganz sicher nicht in den letzten 24 Stunden installiert.
Ich installiere etwa alle 2 Jahre neu. Grund: es geht einfach schneller als ein Upgrade. Alles was ich neben einer Standardinstallation brauche wird von einem trivialen Skript abgedeckt (einfach ein paar apt-get install Zeilen)
Die Befehlszeile ls –sort=t / -l | tail -n1 | awk ‘{print $8 ” ” $7 ” ” $9}’ funktioniert bei mir leider nicht (Ubuntu 11.10/64). Als Ausgabe erscheint nur selinux 20:45
Gruß
Tom
Hm, da scheinst du kein Einzelfall zu sein. Leider habe ich auch keine andere Möglichkeit gefunden, das herauszufinden…
Ein Anpassen der Zeile hilft. Der Befehl
ls --sort=t / -l | tail -n1gibt unter Ubuntu folgendes aus:drwxr-xr-x 2 root root 4096 2011-06-21 20:45 selinux/. Im Gegensatz zur Zeile aus dem Artikel hat nur 8 Felder (wobei das 8te Feld der Name des jeweiligen Verzeichnisses ist). Datum und Uhrzeit sind die Felder 6 und 7. Dementsprechend muss die Zeile so angepasst werden:ls --sort=t / -l | tail -n1 | awk '{print $7 " " $6}'Die Ausgabe ist dann:20:45 2011-06-21Habe es hinzugefügt, danke!
Sorry, beide Zeile geben bei meinen System nicht die richtigen Daten aus.
Jakob’s Zeile:
ls –sort=t / -l | tail -n1 | awk ‘{print $8 ” ” $7 ” ” $9}’
selinux 03:45
Setsuna’s Zeile:
ls –sort=t / -l | tail -n1 | awk ‘{print $7 ” ” $6}’
03:45 2011-06-22
Ich benutze Ubuntu 11.10 64bit
Dateien wo der Installationsverlauf dokumentiert wurde, liegen in /var/log/installer
Installation war am 17.01.2012 13:16:01 Uhr
Gruß E.
Leider funktionieren bei mir beide nicht. Der Zweite ergibt bei mir:
25 Nov
Was also so viel heißt, wie 25. November. Das kann allerdings nicht sein, da es sich um eine virtuelle Maschine (mit richtigem Datum) handelt, die erst gestern installiert wurde.
Was heißt “im Schnitt”? Wenn ich 6 Rechner habe und jeden alle 6 Monate neu installiere, hab ich dann einen Schnitt von einem Monat?
Ich beziehe mich eigentlich nur auf das Hauptsystem, nicht jeder hat 6 Rechner rumstehen.
Nagut, ich installiere alle 6 Monate. Soll ich jetzt “3-6″ oder “6-12″ auswählen?
Ein bissel ungeschickt gestellt, die Umfrage
Naja, es werden ja nicht exakt 6 Monate auf die Sekunde sein xD
Normaler Weise wenn das Update nicht klappt (bzw. das System nachher Macken hat die es unbenutzbar machen). Das ist leider ziemlich häufig der Fall bei Kubuntu. Bisher gab es erst ein einziges Update welches auch funktioniert hat.
Bei einem neuen Ubuntu-Release sicher ich in der Regel nur die Daten und installiere dann das System incl. Programme neu.
Der Befehl ist nicht wirklich glaubwürdig!
Demnach hätte ich mein Ubuntu 10.10 bereits im Mai 2010 installiert.
Und ja, es war kein Update von einer vorherigen Version sondern eine komplette Neuinstallation!
Ich installiere nur dann neu, wenn es irgendeinen Sinn macht.
Ich habe ein System, auf welchem ich sehr viel Teste und probiere. Da mache ich einfach zur Sicherheit ab und zu eine Neuinstallation.
Ansonsten eigentlich nur, wenn ich auf ein anderes Dateisystem umsteige und/oder die Laufwerke tauschen oder neu partitionieren möchte.
Einen triftigeren Grund (System nicht lauffähig o.ä.) habe ich in den letzten 5 Jahren bei meinen Linux-Systemen und auch bei meinen Kunden (ich betreue derzeit ca 300 Linux-Anwender) nicht gehabt.
Schwierig zu beantworten, da ich mehrere Rechner habe. Und auf denen mehrere Distris/Ubuntu-Versionen.
Ich habe zwei Produktivsysteme, komplett eingerichtet mit den Programmen, die ich so brauche. Das ist jeweils 10.04 Lucid LTS. Mit denen arbeite ich an meinen wichtigen Sachen, bis die nächste LTS erscheint. In diesem Fall ist das schon die aktuelle Alpha, mit der ich auf diesem sicheren Hintergrund fleißig unterwegs bin. Läuft absolut stabil und fühlt sich gut an (Xubuntu mit Compiz, super Kombination).
An meinem Arbeitsplatz im Betrieb habe ich einen Laptop zur “Selbstverwaltung”, da läuft W7 und Mint Katya – das hat sich nach einer Testreihe mit Ubuntu, Kubuntu, Mint KDE als am Besten erwiesen, vor allem da es zuverlässig UMTS verarbeitet und sicher in den Standby-Modus geht; die anderen zickten vor allem im Bereich UMTS. Also die vierte Installation in 18 Monaten. W7 ist Notnagel und sacrosankt, da Firmeneigentum.
Ansonsten experimentiere ich fleißig mit Aptosid, Kanotix, Debian, diversen Mint und OpenSuse, ungerner mit Fedora. Beim Experimentieren treibt mich die Neugier; Neuinstallationen richten sich grob nach Erscheinungsdaten der Betriebssysteme.
Die angenehmste Folge: In ungefaähr zwei bis drei Stunden habe ich ein komplettes Linux-BS mit Konfigurationen von Firefox, Zhunderbird, Kaffeine-TV etc fertig; bei XP kalkuliere ich dafür einen Tag und bei W 7 ca. 6 Std. Allerdings fehlt mir da auch die Routine.
Also ich mach alle 2 bis 3 Jahre eine Komplettinstallation. Bei dem ich auch der Home sichere und neu installiere, denn ich finde, das sich nach der Zeit doch einiges an Ballast ansammelt, dass unsinnig Platz wegnimmt und die überschaubarkeit des Systems einschränkt.
Als ich noch ubuntu hatte, musste ich bei jeder version neuinstallieren, bei archbang musste ich seit monate nicht neuinstallieren
Mein Desktop (Archlinux) wurde im Mai 2007 installiert, mein lokaler Server für alles mögliche im August 2004.
Für mich sind Hardwarewechsel, Festplattentausch und Repartitionierung kein Neuinstallationsgrund. Alles in eine TAR-Archiv packen und auf der neuen Zielhardware entpacken, bootfähig machen, fertig. Oder zählt das als Neuinstallation? Für mich jedenfalls nicht, da ich dafür keine wirkliche Installation durchführen muss. Ich muss nur mit Hilfe einer Boot-CD eine Festplatte passend partitionieren, formatieren, das TAR entpacken, “reinbooten”, vielleicht noch ein paar Config-Dateien anpassen, Booloader installieren, das wars.
Der einzige Grund für eine Neuinstallation in mittlerer Zukunft wird der Umstieg von 32-Bit auf 64-Bit sein. Momentan besteht dafür noch keine Notwendigkeit.
Mein Kubuntu ist vom 23:36 2007-06-20, ich installiere mein Linux also nicht besonders häufig neu
Mit dem neuen Befehl erhalte ich
20:45 2011-06-21
Das kann auch nicht stimmen. Oder besteht die Fehlerquelle darin, dass ich mein altes Homeverzeichnis weiterbenutzt habe?
Also ich MUSS nicht neu installieren, aber ich WILL. Zum einen läuft eine Neuinstallation deutlich schneller ab als ein Upgrade und es gibt doch hin und wieder Unterschiede zwischen einem aktualisierten und einem frisch installierten System. Das muss nicht zwingend ein Stabilitätsproblem sein.
Gnome 3 und Unity zwangen mich dazu, bei Ubuntu 10.10 zu bleiben. Früher habe ich jedes Ubuntu-Release mitgenommen…
ArchLinux, daher nie
Also der erste Befehl ergibt nur :
afs 01:00
und der zweite ergibt:
01:00 1970-01-01
Mit dem ersten Ergebnis kann ich nichts anfangen und beim zweiten bezweifel ich ganz stark, dass es stimmt.
Neuinstallation? Das habe ich das letzte mal aum 25. Januar 2010 gemacht, als ich zu Debain Testing gewechselt bin. Warum sollte man auch neu installieren bei einem Rolling Release? Warum überhaupt bei irgend einem Linux? Dafür gibt es Paketverwaltungen. Kaputte Updates? Ich hatte mit sowas nie ein Problem, dass sich nicht nach einem Lernprozess beseitigen ließ. Die Zeit, die so ein Update dauert? Wieso sollte die mich interessieren? Mein System bleibt doch während des Updates vollständig nutzbar. Der einzige Grund bliebe für mich daher der Wechsel zu einer anderen Distribution, aber was sollte ich denn da? Jede hat ihre Vor- und Nachteile, und die ändern sich nicht laufend. Und am Schluss ist ein Linux doch immer ein Linux.
Also frueher haette meine Antwort “nie” gelautet. Seit ein paar Releases laufen die Upgrades aber einfach nicht mehr sauber (Nein, keine Fremdpakete installiert). Das upgraden selbst laeuft ohne Probleme. Aber es bleiben oefters mal Reste zurueck, wie nicht korrekt “geupgradete” Bibliotheken, die u.U. den Betrieb stoeren. Solche Fehler sind dann extrem schwer zu finden. Hinzu kamen der Umstieg auf ext4 und spaeter auf GRUB2.
Bei diesen Neuinstallationen merkte ich dann, dass es auch einfach schneller geht. Mit einem selbstgeschriebenen Post-Install-Skript dauert die Neuinstallation inkl. Installation aller benoetigter Pakete ca. 20min, waerend das Upgrade 1-2h braucht.
Ein Neubeginn im Homeverzeichnis ist uebrigens auch nicht schlecht, da gerade Unity und Compiz ihre Konfiguration offenbar nicht sauber upgraden koennen. Ich werds mir precise aber mal wieder probieren
Wenn ich das Script richtig interpretiere, sucht es das Verzeichnis mit dem ältesten Datum.
Und: Was hat das mit dem Installationsdatum zu tun?
Da ich z.B. vor Neuinstallation einfach mit rsync (oder tar oder dd) den Inhalt der Partitionen sichere und nachher wieder einspiele, was ich brauche, funktioniert das so nicht.
Auch muss man ja bei Neuinstallation nicht zwangsweise neu formatieren. Ich habe z.B. im April 2011 die Festplatte gewechselt und das gesamte System einfach mit rsync rübergespielt. Trotz Neuinstallation (die erste, die jemals notwendig war) am 31. Oktober kommt bei mir also 2009-04-10, das ist der Zeitpunkt, als ich diesen Notebook neu gekauft erstmals aufsetzte – auf der alten Festplatte!
Im Homeverzeichnis befinden sich sogar noch ein paar Directories mit Datum 2008-12-10, das war mein Umstieg auf Ubuntu auf dem Vorgänger-Notebook, das es jetzt gar nicht mehr gibt.
Es ist ja gerade einer der immensen Vorteile von Linux, dass man einfach kopieren kann, was man will, und sei es das gesamte System.
Das hast du richtig interpretiert, allerdings sucht es nicht in deinem Home-Verzeichnis sondern nur in einer Ebene unterhalb von /.
Solltest du eine bessere Möglichkeit kennen, das Datum zu ermitteln, dann immer her damit. Ich habe jedenfalls keine gefunden, das scheint mir die einzige zu sein (Distributionsübergreifend). Dadurch, dass die im Netz auch recht oft weiterverbreitet wurde, bin ich einfach mal davon ausgegangen dass das schon so stimmen wird, war vielleicht nicht ganz korrekt. Wobei man auch sagen muss, dass die wenigsten sich ihr Linux immer wieder auf neue Rechner kopieren, für die meisten dürfte das also durchaus so stimmen.
Ich installiere genau so oft, wie notwendig:
Einmal pro gekauftem Gerät.
Einfach den ältesten Eintrag in “/” zu nehmen (bei mir: selinux) – ich weiss nicht …
Danach müsste ich mein Ubuntu erstmals auf einem Rechner installiert haben, den es 2009 noch nicht gab
Einfach mal das Datum von /lost+found anschauen. Das dürfte zutreffender sein.
Trotzdem – interessante Fragestellung bzgl. Altersfeststellung.
Zur Frage Neuinstallation: Bisher nur Update-Manager veranlasste Updates auf Arbeitsrechner. Auf Zweitgerät schon mehrmals – da darf man das …
Normalerweise zur neuen LTS. Manchmal aber auch bei neuer Hardware (HDD->SSD-Umstellung zB). Oder wenn mir an der aktuellen Version was nervt, zB Unity!
Und nein, Neuinstallationen machen keinen Spaß. :p
Niemals eine neue Installation. Wenn es Probleme gibt wird eine disk-image zurückgesetzt.
Es gab bis jetzt immer upgrades. Upgrading war niemals völlig Problemlos.
Seit die Übergang von Natty auf Oneiric ohne die neue Unity gibt es viel Probleme. Jetzt ist auch Linux nicht mehr Stabil. Ich möchte darum nach Mint wechseln.
Bislang habe ich immer nur installiert, wenn es eine Version nach oben gehen konnte. Das nächste wird es sein, wenn Ubuntu 12.04 heraus kommt. Da es leider für Lubuntu kein LTS-Support gibt, muss ich mein Netbook nach einem Jahr oder so daherum auf 13.04 herum “updaten”.
Meine Kiste ist im Dezember 2009 das letzte mal angefasst worden. Also c.a. alle 2-3 Jahre.
Ich aktualisiere mein Ubuntu regelmäßig via Netz oder ISO-CD und habe zuletzt 2009 das System zweimal komplett neu installiert: das erste Mal wegen des Einbaus einer neuen Systemfestplatte, das zweite mal, als das Herbst-Update komplett schief ging und ich einfach eine Neuinstallation startete, bevor ich stundenlang auf Fehlersuche nebst Rettungsversuchen hätte gehen müssen.
Ich habe mein System am 20 Oktober 2009 aufgesetzt. Der Grund war der komplette Hardwarewechsel auf 64Bit-Architektur. Es läuft jetzt 10.04 LTS
Ich installiere bei jeder Ubuntu Version neu. USB-Stick rein. Root formatieren, Home einbinden, Installscript mit wichtigen PPA und Programmen laufen lassen.
Fertig.
Hei,
ziemlich ungünstig ein Verzeichnis aus der / (root) zu nehmen, weil die Verzeichnisse aus einem tar oder cpio Archiv sind. Das Datum von der LTS 10.04 steht dann auf 2009-xx-xx,
besser ist es ein Verzeichnis aus /dev zu nehmen. Z. B. stat /dev/pts | grep Modify
Das Verzeichnis wird mit “mkdev” bei der Installation frisch angelegt.
MfG
oOoOoO